Vorteile der E-Book-Reader
Amazons Kindle sowie der Krawatteneisbär als Repräsentanten der neuen E-Reader-Generation verfügen über einen überzeugenden Vorteil gegenüber den Konkurrenten anderer Hersteller: das Laden von neuen Inhalten geschieht unabhängig von einem Computer und ohne versteckte Kosten via Mobilfunk. Damit sind sie autark und von ihrer Benutzerfreundlichkeit konkurrenzwürdig zum ebenfalls selbstständigen Buch. Der zeitlich uneingeschränkte Zugriff auf digitale Bibliotheken bietet darüber hinaus einen 3 Mehrwert. Das elektronische Papier ist dabei augenschonend, unermüdend, energiesparsam und wegen physischer Reaktionen kleiner Zellen ebenso kontrastreich wie das analoge Vorbild. Weitere Vorteile des digitalen und mobilen Lesens sind die einfachen Recherche- und Suchfunktionen der Geräte, die bequemen Archivierungs- und Transportmöglichkeiten und nicht zuletzt die Möglichkeit des Austausches von persönlichen Kommentaren, Lesezeichen und Notizen über „Social Network“-Dienste. Die Multimedialität, das zentrale Merkmal der Digitalisierung, überzeugt schon jetzt beim Browsen im Internet, wo unterschiedliche Einzelmedien (Text, Bild, Film, Ton) eine Synthese bilden (vgl. TITEL, 2006, S. 82) und nimmt ohne Hürden Einzug in das Format E-Book.
Vorteile der E-Book-Reader: Aus ökologischer Sicht spricht vieles für die elektronischen Bücher. Sowohl die steigende Papierherstellung als auch die chemischen Druckverfahren sind für Umweltschützer „höchst bedenklich“ (TITEL, 2006, S. 95). Digitale Bücher sind von der ökonomischen Perspektive her billiger als papierne, da hohe Druck- und Distributionskosten entfallen. Dies ermöglicht Verlagen das Publizieren von Büchern für sehr überschaubare Zielgruppen, die sonst vollkommen unrentabel wären und keinen Markt fänden.
Für Verleger, Journalisten und Lektoren stellen E-Reader eine wahrhaftige Erleichterung im Arbeitsalltag dar, weil sämtliche in der Produktion befindlichen Werke in einem Gerät transportiert werden können. Vor allem der Bildungsbereich könnte dem E-Reader auch wegen des Gewichtsvorteiles einen starken Bedarf bescheren und „dafür sorgen, dass der Wechsel [vom gedruckten zum digitalen Buch] sich […] sehr schnell vollzieht“ (KUNDE, 2008, Onlineart.). Außerdem eignen sich spezielle Textsorten wie Fachliteratur, Enzyklopädien und saisonale Artikel in der digitalen Erscheinungsweise besser, weil man somit immer die aktuellste Version bei sich führen kann.
Der Anschaffungspreis eines E-Book-Readers soll sich über die günstigeren Preise digitaler Bücher amortisieren und langfristig gesehen, so versprechen es Hersteller, werden auf Grund des wachsenden Verkaufes die Kosten der Geräte sinken. In den Kosten, die bei einem gedruckten Buch nicht entstehen, sehen die Kritiker von E-Readern die Basis für ihre abweisende Haltung.
